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Körperfett-Rechner: Körperfettanteil mit dem Maßband schätzen

Du brauchst nur ein Maßband: Aus Hals- und Bauchumfang (bei Frauen zusätzlich Hüfte) und der Körpergröße schätzt die Formel der US Navy deinen Körperfettanteil.

Geschlecht
cm
kg
Für Fettmasse und fettfreie Masse.
cm
cm
Männer: auf Höhe des Bauchnabels.
cm

Ergebnis

Die Formel der US Navy

James Hodgdon und Marcie Beckett vom Naval Health Research Center in San Diego haben 1984 Formeln veröffentlicht, mit denen die US-Marine den Körperfettanteil ihrer Soldatinnen und Soldaten ohne Labor schätzt. Als Vergleich diente damals das Unterwasserwiegen, die Referenzmethode jener Zeit. Die Formeln rechnen mit Umfängen und Größe in Zoll (1 Zoll = 2,54 cm); der Rechner wandelt deine Zentimeter automatisch um:

  • Männer: Körperfett % = 86,010 × log10(Bauch − Hals) − 70,041 × log10(Größe) + 36,76
  • Frauen: Körperfett % = 163,205 × log10(Bauch + Hüfte − Hals) − 97,684 × log10(Größe) − 78,387

Beispiel (Voreinstellung): Mann, 180 cm, Hals 38 cm, Bauch 90 cm. Der Unterschied Bauch minus Hals beträgt 52 cm, also 20,47 Zoll; die Größe entspricht 70,87 Zoll. Eingesetzt: 86,010 × 1,311 − 70,041 × 1,850 + 36,76 = 19,9 %. Bei 85 kg sind das etwa 16,9 kg Fett und 68,1 kg fettfreie Masse. Für eine Frau mit 165 cm, Hals 33 cm, Bauch 75 cm und Hüfte 98 cm ergibt die Formel 28,7 %.

Richtig messen

  • Hals: knapp unterhalb des Kehlkopfs, das Band vorne leicht nach unten geneigt.
  • Bauch, Männer: waagerecht auf Höhe des Bauchnabels, am Ende einer normalen Ausatmung, ohne den Bauch einzuziehen.
  • Taille, Frauen: an der schmalsten Stelle zwischen Rippen und Becken.
  • Hüfte, Frauen: an der breitesten Stelle des Gesäßes, waagerecht.
  • Das Band liegt an, schnürt aber nicht ein. Miss zwei- bis dreimal und nimm den Mittelwert. Am besten immer zur gleichen Tageszeit.

Schon ein Zentimeter mehr am Bauch erhöht das Ergebnis im Beispiel unten um rund 0,7 Prozentpunkte. Sorgfältiges Messen ist daher wichtiger als jede Nachkommastelle.

Wie genau ist die Navy-Methode?

Die Methode schätzt, sie misst nicht. Im Vergleich zu Labormethoden liegt die Abweichung bei einzelnen Personen typischerweise im Bereich einiger Prozentpunkte, bei sehr muskulösen oder stark übergewichtigen Menschen auch mehr. Für die Verlaufskontrolle ist sie trotzdem nützlich: Misst du immer gleich, zeigt sie zuverlässig, ob sich dein Bauchumfang im Verhältnis zum Hals verändert.

Welcher Körperfettanteil ist normal?

Anders als beim BMI gibt es für den Körperfettanteil keine allgemein anerkannten Grenzwerte. Gallagher und Kollegen haben im Jahr 2000 genau darauf hingewiesen und vorgeschlagen, Bereiche aus den BMI-Grenzen der WHO abzuleiten; die Werte hängen dabei von Geschlecht, Alter und Herkunft ab. Allgemein gilt: Frauen haben bei gleichem BMI deutlich mehr Körperfett als Männer, und mit dem Alter steigt der Anteil. Den Rechner nutzt du deshalb am besten, um deinen eigenen Wert über Monate zu verfolgen, nicht um ihn mit einer Tabelle aus dem Internet zu vergleichen.

Ergänzend zeigt der BMI-Rechner, wo dein Gewicht im Verhältnis zur Größe liegt.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Körperfettanteil mit dem Maßband?

Mit der US-Navy-Formel: Bei Männern gehen Bauch- und Halsumfang sowie die Größe ein, bei Frauen zusätzlich der Hüftumfang. Der Rechner erledigt die Logarithmen.

Wie genau ist die Navy-Methode?

Sie ist eine Schätzung mit einer Abweichung von einigen Prozentpunkten. Für den Verlauf bei gleicher Messtechnik ist sie gut geeignet, für einen exakten Einzelwert nicht.

Warum brauchen Frauen den Hüftumfang?

Frauen speichern Fett anders verteilt, vor allem an Hüfte und Oberschenkeln. Deshalb hat die Formel für Frauen den Hüftumfang als zusätzliche Größe.

Welcher Körperfettanteil ist gesund?

Allgemein anerkannte Grenzwerte gibt es nicht. Frauen haben bei gleichem BMI natürlicherweise mehr Körperfett als Männer, und der Anteil steigt mit dem Alter.

Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Keine medizinische Beratung: Das Ergebnis ist eine Schätzung und ersetzt keine Untersuchung oder Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt.