Was der Zeichenzähler zählt
- Zeichen mit Leerzeichen: jedes Zeichen einschließlich Leerzeichen, Satzzeichen und Zeilenumbrüchen. Emojis und Umlaute zählen als ein Zeichen.
- Zeichen ohne Leerzeichen: wie oben, aber ohne Leerzeichen, Tabulatoren und Zeilenumbrüche.
- Wörter: durch Leerraum getrennte Einheiten, die mindestens einen Buchstaben oder eine Ziffer enthalten. „E-Mail-Adresse“ ist ein Wort, ein einzelner Gedankenstrich zählt nicht.
- Sätze: Abschnitte, die mit Punkt, Ausrufe- oder Fragezeichen enden. Abkürzungen wie „z. B.“ können die Zahl erhöhen, deshalb ist der Wert eine Schätzung.
- Zeilen und Absätze: Zeilen sind durch Zeilenumbrüche getrennt, Absätze durch mindestens eine Leerzeile.
Beispiel: Der vorausgefüllte Beispieltext hat 167 Zeichen mit Leerzeichen, 141 ohne Leerzeichen, 27 Wörter, 3 Sätze und 2 Zeilen. Diese Werte zeigt der Rechner beim Laden der Seite.
Mit oder ohne Leerzeichen?
Ob Leerzeichen mitzählen, hängt davon ab, wer die Vorgabe macht. Bei Bewerbungen, Hausarbeiten und Stipendienanträgen steht oft ausdrücklich „inklusive Leerzeichen“ dabei. Übersetzer und Texter rechnen häufig nach Normzeilen ab: Eine Normzeile hat meist 55 Zeichen inklusive Leerzeichen, eine Normseite 30 Zeilen, also 1.650 Zeichen. Diese Werte sind aber keine Norm im Sinne eines Gesetzes, sondern Branchenpraxis; im Zweifel gilt, was im Auftrag steht. Der Rechner zeigt deshalb beide Werte und die Zahl der Normseiten zu 1.650 Zeichen.
Lesezeit schätzen
Die Lesezeit ergibt sich aus Wortzahl geteilt durch Lesetempo. Eine Meta-Analyse von Marc Brysbaert (Journal of Memory and Language, 2019) mit 190 Studien kam für das stille Lesen englischer Sachtexte auf durchschnittlich 238 Wörter pro Minute, für Romane auf 260 und für lautes Vorlesen auf 183. Deutsche Wörter sind im Schnitt länger, deshalb ist der voreingestellte Wert von 200 Wörtern pro Minute eine vorsichtige Annahme. Du kannst ihn im Feld Lesetempo anpassen, etwa auf 150 für einen Vortrag.
Zeichengrenzen im Alltag
Viele Eingabefelder begrenzen die Länge: Meta-Beschreibungen für Suchmaschinen werden je nach Bildschirm nach etwa 150 bis 160 Zeichen abgeschnitten, Seitentitel nach etwa 60. Diese Werte sind Erfahrungswerte, keine festen Regeln, denn Suchmaschinen kürzen nach Pixelbreite. Bei Formularen von Behörden, Hochschulen oder Arbeitgebern lohnt es sich, den Text vor dem Absenden hier zu prüfen, weil manche Formulare überzählige Zeichen ohne Warnung abschneiden.
Datenschutz
Die Zählung läuft vollständig in deinem Browser. Der Text wird weder gespeichert noch an einen Server geschickt. Wenn du die Seite neu lädst, erscheint wieder der Beispieltext.
Text kürzen ohne Inhalt zu verlieren
Liegt dein Text über dem Limit, bringen Füllwörter wie „eigentlich“, „grundsätzlich“ oder „im Rahmen von“ und doppelte Aussagen oft schon genug. Aufzählungen sparen Zeichen gegenüber ganzen Sätzen, Zahlen als Ziffern („3“ statt „drei“) ebenfalls. Prüfe nach jeder Kürzung direkt hier, wie viele Zeichen noch fehlen.
Häufige Fragen
Zählen Leerzeichen als Zeichen?
Ja, wenn nach „Zeichen inklusive Leerzeichen“ gefragt ist. Der Rechner zeigt beide Werte, mit und ohne Leerzeichen.
Wie viele Zeichen hat eine Normseite?
Meist 1.650 Zeichen inklusive Leerzeichen (30 Zeilen zu 55 Zeichen). Das ist Branchenpraxis, im Auftrag kann etwas anderes vereinbart sein.
Wie viele Wörter liest man pro Minute?
Eine Meta-Analyse ergab für englische Sachtexte im Schnitt 238 Wörter pro Minute. Für deutsche Texte ist ein etwas niedrigerer Wert wie 200 realistisch.
Wird mein Text gespeichert?
Nein. Die Zählung passiert nur in deinem Browser.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
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