Die vier Hauptphasen
Der Mond leuchtet nicht selbst, wir sehen den von der Sonne beleuchteten Teil. Je nachdem, wie Sonne, Erde und Mond zueinander stehen, ist davon mehr oder weniger zu sehen. Astronomisch sind die Hauptphasen über die ekliptikale Länge des Mondes relativ zur Sonne definiert: Bei Neumond ist die Differenz 0°, beim Ersten Viertel (zunehmender Halbmond) 90°, bei Vollmond 180° und beim Letzten Viertel (abnehmender Halbmond) 270°. Diese Zeitpunkte sind sekundengenau berechenbar und gelten weltweit gleichzeitig, nur die Uhrzeit hängt von der Zeitzone ab.
Beispiel: Der Vollmond im Oktober 2026 fällt auf Montag, den 26.10.2026, um 05:12 Uhr MEZ. Der Neumond davor war am 10.10.2026 um 17:50 Uhr MESZ, der nächste folgt am 09.11.2026 um 08:02 Uhr MEZ. Wählst du den 21.10.2026, zeigt der Rechner einen zunehmenden Mond.
Wie der Rechner rechnet
Die Termine der Hauptphasen berechnet der Rechner mit dem Verfahren aus Jean Meeus, Astronomical Algorithms (2. Auflage 1998, Kapitel 49). Es geht von einem mittleren Mondzyklus von 29,530588861 Tagen aus und korrigiert ihn mit rund 25 periodischen Termen, die die elliptischen Bahnen von Mond und Erde berücksichtigen. Die kleinen Planetenterme des Verfahrens lässt der Rechner weg, sie verschieben das Ergebnis um weniger als eine Minute. Die Rechnung liefert Terrestrische Zeit; für die bürgerliche Uhrzeit zieht der Rechner ΔT von etwa 69 Sekunden ab. Im Vergleich mit den Tabellen des U.S. Naval Observatory stimmen die Zeiten auf etwa eine Minute.
Den beleuchteten Anteil der Mondscheibe bestimmt der Rechner aus dem Phasenwinkel nach Meeus, Kapitel 48, in der vereinfachten Form mit den sechs größten Termen. Das Mondalter ist die Zeit seit dem letzten Neumond.
Warum Vollmond nicht immer am selben Tag ist
Ein Mondzyklus (synodischer Monat) dauert im Mittel 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten, schwankt aber wegen der elliptischen Mondbahn um bis zu etwa sieben Stunden. Weil ein Kalendermonat meist länger ist, gibt es ungefähr alle zweieinhalb bis drei Jahre einen zweiten Vollmond im selben Monat, im Volksmund „Blue Moon“. Je nach Zeitzone kann ein Vollmond kurz nach Mitternacht in Mitteleuropa schon auf den nächsten Kalendertag fallen, während er in London noch am Vortag ist.
Zunehmend oder abnehmend?
Auf der Nordhalbkugel hilft die Merkregel: Sieht die Sichel aus wie der Bogen eines kleinen „a“ (Rundung links), ist der Mond abnehmend. Lässt sich ein „z“ beziehungsweise der Bauch eines „b“ hineindenken (Rundung rechts), ist er zunehmend. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt.
Mondphase und Ostern
Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Die Kirche rechnet dabei mit einem vereinfachten, tabellarischen Mond und dem festen Frühlingsbeginn am 21. März, deshalb kann der kirchliche Termin vom astronomischen Vollmond abweichen. Wann Ostern und die davon abhängigen Feiertage liegen, zeigt der Arbeitstage-Rechner.
Häufige Fragen
Wann ist der nächste Vollmond?
Wähle das heutige Datum im Rechner, er zeigt die nächsten Vollmonde mit Datum und Uhrzeit in MEZ oder MESZ.
Wie lange dauert ein Mondzyklus?
Im Mittel 29,53 Tage, also 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Der einzelne Zyklus schwankt um einige Stunden.
Wie genau ist der Mondphasen-Rechner?
Die Hauptphasen stimmen mit den Daten des U.S. Naval Observatory auf etwa eine Minute überein.
Ist Vollmond überall gleichzeitig?
Ja, der Zeitpunkt ist weltweit derselbe. Nur die Uhrzeit und manchmal das Datum unterscheiden sich je nach Zeitzone.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.