Die Schaltjahrregel in drei Schritten
Im gregorianischen Kalender, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt, ist ein Jahr ein Schaltjahr, wenn:
- die Jahreszahl durch 4 teilbar ist,
- außer sie ist durch 100 teilbar, dann ist es kein Schaltjahr,
- außer sie ist auch durch 400 teilbar, dann ist es doch ein Schaltjahr.
Beispiel: 2026 ist nicht durch 4 teilbar (2026 ÷ 4 = 506,5), also kein Schaltjahr. Das Jahr hat 365 Tage, das nächste Schaltjahr ist 2028. Das ist die Voreinstellung im Rechner oben.
Das Jahr 2000 war ein Schaltjahr, weil es durch 400 teilbar ist. 1900 war keines, und auch 2100 wird keines sein, obwohl beide durch 4 teilbar sind. Die meisten Menschen erleben deshalb nur die einfache Viererregel.
| Jahr | durch 4 | durch 100 | durch 400 | Schaltjahr? |
|---|---|---|---|---|
| 1900 | ja | ja | nein | nein |
| 2000 | ja | ja | ja | ja |
| 2024 | ja | nein | nein | ja |
| 2026 | nein | nein | nein | nein |
| 2028 | ja | nein | nein | ja |
| 2100 | ja | ja | nein | nein |
| 2400 | ja | ja | ja | ja |
Warum es Schaltjahre gibt
Die Erde braucht für einen Umlauf um die Sonne, gemessen von Frühlingsanfang zu Frühlingsanfang, etwa 365,2422 Tage. Ein Kalender mit immer 365 Tagen würde jedes Jahr fast sechs Stunden zurückfallen, nach hundert Jahren also rund 24 Tage. Der julianische Kalender fügte deshalb alle vier Jahre einen Tag ein und kam so auf 365,25 Tage im Durchschnitt. Das war etwas zu viel: Bis ins 16. Jahrhundert hatte sich der Kalender um etwa zehn Tage gegenüber dem Sonnenstand verschoben.
Mit der Kalenderreform von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 wurden zehn Tage übersprungen (auf den 4. Oktober folgte der 15. Oktober) und die Hunderter-Ausnahme eingeführt. Damit fallen in 400 Jahren drei Schalttage weg, und das Durchschnittsjahr hat 365,2425 Tage. Der Fehler beträgt nur noch rund einen Tag in gut 3.000 Jahren. Viele protestantische Gebiete übernahmen den neuen Kalender erst Jahrzehnte später. Für Jahre vor 1582 rechnet der Rechner den gregorianischen Kalender rückwärts weiter (proleptisch), historische Daten aus dieser Zeit stehen in Quellen aber meist im julianischen Kalender.
Der 29. Februar
Der Schalttag ist heute der 29. Februar. Wer an diesem Tag geboren ist, hat nur alle vier Jahre „echten“ Geburtstag. Viele feiern in den übrigen Jahren am 28. Februar oder am 1. März. Wie alt jemand an einem bestimmten Tag ist, zeigt der Altersrechner.
Was ein Schaltjahr im Alltag ändert
- Das Jahr hat 366 Tage und 52 Wochen plus 2 Tage. Ab dem 1. März fallen Daten deshalb zwei Wochentage später als im Vorjahr statt einen.
- Monatsgehälter bleiben gleich, ein Tageslohn verteilt sich aber auf einen Tag mehr.
- Zinsen werden je nach Zinsmethode mit 365 oder 366 Tagen gerechnet.
Häufige Fragen
Ist 2026 ein Schaltjahr?
Nein. 2026 ist nicht durch 4 teilbar. Das nächste Schaltjahr ist 2028.
War 2000 ein Schaltjahr?
Ja. 2000 ist durch 400 teilbar und damit trotz der Hunderter-Regel ein Schaltjahr.
Ist 2100 ein Schaltjahr?
Nein. 2100 ist durch 100, aber nicht durch 400 teilbar.
Wie viele Schaltjahre gibt es in 400 Jahren?
97. Von den 100 durch 4 teilbaren Jahren fallen drei Jahrhundertjahre weg.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
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