Was ist der Leasingfaktor?
Der Leasingfaktor macht Leasingangebote für unterschiedlich teure Autos vergleichbar. Er gibt an, wie viel Prozent des Bruttolistenpreises du jeden Monat als Rate zahlst:
Leasingfaktor = Monatsrate ÷ Bruttolistenpreis × 100
Je kleiner der Faktor, desto günstiger ist die Rate im Verhältnis zum Wert des Autos. Als grobe Orientierung gilt in Vergleichen oft ein Faktor unter 1 als gut. Feste Grenzen gibt es aber nicht, denn der Faktor hängt von Laufzeit, Fahrleistung und Modell ab.
Der Gesamtkostenfaktor ist ehrlicher
Der einfache Leasingfaktor hat eine Schwäche: Eine hohe Sonderzahlung drückt die Monatsrate und lässt das Angebot günstiger aussehen, als es ist. Der Gesamtkostenfaktor verteilt deshalb alle Einmalkosten (Sonderzahlung, Überführung, Zulassung) auf die Laufzeit:
Gesamtkostenfaktor = (Monatsrate + Einmalkosten ÷ Laufzeit) ÷ Bruttolistenpreis × 100
Beispiel: Ein Auto mit 40.000 € Bruttolistenpreis kostet 380 € im Monat bei 36 Monaten Laufzeit, 3.000 € Sonderzahlung und 1.000 € für Überführung und Zulassung. Der Leasingfaktor beträgt 380 ÷ 40.000 × 100 = 0,95. Verteilt man die 4.000 € Einmalkosten auf 36 Monate, kommen 111,11 € pro Monat dazu, der Gesamtkostenfaktor liegt bei 1,23. Insgesamt zahlst du 36 × 380 + 4.000 = 17.680 €, das sind 491,11 € pro Monat. Das ist die Voreinstellung im Rechner.
Gesamtkostenfaktor bei verschiedenen Sonderzahlungen
Gleiches Auto, gleiche Laufzeit, 1.000 € Überführung und Zulassung. Angenommen, der Anbieter senkt die Rate um genau den Betrag, den die Sonderzahlung pro Monat ausmacht, dann bleibt der Gesamtkostenfaktor gleich, nur der Leasingfaktor wird schöner:
| Sonderzahlung | Monatsrate | Leasingfaktor | Gesamtkostenfaktor | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|---|
| 0 € | 463,33 € | 1,16 | 1,23 | 17.680,00 € |
| 3.000 € | 380,00 € | 0,95 | 1,23 | 17.680,00 € |
| 6.000 € | 296,67 € | 0,74 | 1,23 | 17.680,00 € |
| 9.000 € | 213,33 € | 0,53 | 1,23 | 17.680,00 € |
Deshalb ist der Gesamtkostenfaktor die bessere Zahl für den Vergleich. Eine Sonderzahlung ist außerdem ein Risiko: Wird das Auto während der Laufzeit gestohlen oder hat es einen Totalschaden, ist sie je nach Vertrag ganz oder teilweise verloren.
Was im Leasingfaktor fehlt
- Mehrkilometer und Zustand: Beim Kilometerleasing zahlst du für gefahrene Mehrkilometer nach, bei der Rückgabe können Schäden berechnet werden. Prüfe die vereinbarte Fahrleistung realistisch.
- Restwertleasing: Hier haftest du für die Differenz, wenn das Auto am Ende weniger wert ist als kalkuliert. Das Risiko steckt nicht in der Rate.
- Laufende Kosten: Versicherung (bei Leasing meist Vollkasko), Kfz-Steuer, Wartung und Reifen kommen dazu, sofern sie nicht im Angebot enthalten sind.
Leasen oder finanzieren?
Beim Leasing zahlst du für die Nutzung, das Auto gehört dir am Ende nicht. Bei einer Finanzierung zahlst du mehr pro Monat, besitzt das Auto aber am Ende. Was eine Finanzierung mit oder ohne Schlussrate kostet, rechnest du mit dem Autokreditrechner aus. Wie viel dich das Fahren selbst kostet, zeigt der Spritkostenrechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Leasingfaktor?
Monatsrate geteilt durch den Bruttolistenpreis mal 100. 380 € Rate bei 40.000 € Listenpreis ergeben einen Faktor von 0,95.
Was ist ein guter Leasingfaktor?
In Vergleichen gilt ein Faktor unter 1 oft als gut. Aussagekräftiger ist der Gesamtkostenfaktor, der auch Sonderzahlung und Überführung enthält.
Was ist der Gesamtkostenfaktor?
Die Monatsrate plus alle Einmalkosten verteilt auf die Laufzeit, geteilt durch den Bruttolistenpreis mal 100.
Welcher Preis zählt für den Leasingfaktor?
Der Bruttolistenpreis inklusive Sonderausstattung, nicht ein rabattierter Hauspreis.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
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