Von Watt zu Euro: die Formel
Strom wird in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet. Eine Kilowattstunde ist die Energie, die ein Gerät mit 1.000 Watt in einer Stunde verbraucht. Die Rechnung hat zwei Schritte:
- Verbrauch (kWh) = Leistung in Watt × Stunden ÷ 1.000
- Kosten = Verbrauch in kWh × Strompreis pro kWh
Der Rechner rechnet die Betriebsstunden mit der Betriebsleistung und die restlichen Stunden des Tages mit der Standby-Leistung. Für das Jahr nimmt er 365 Tage, der Monat ist ein Zwölftel davon.
Beispiel (Voreinstellung): Ein Computer mit 150 Watt läuft 5 Stunden am Tag, die übrigen 19 Stunden zieht er 1 Watt im Standby. Pro Tag sind das 150 × 5 ÷ 1.000 = 0,75 kWh plus 1 × 19 ÷ 1.000 = 0,019 kWh, zusammen 0,769 kWh. Im Jahr kommen 280,69 kWh zusammen. Bei 0,35 € pro kWh kostet das 98,24 € im Jahr, rund 8,19 € im Monat.
Woher bekomme ich die Wattzahl?
Auf dem Typenschild steht meist die maximale Leistungsaufnahme. Viele Geräte brauchen im Alltag deutlich weniger, etwa ein Fernseher mit geringer Helligkeit oder ein Computer, der nur Texte anzeigt. Andere arbeiten im Takt: Ein Kühlschrank, ein Backofen oder eine Heizung schalten den Verbraucher immer wieder an und aus. Für solche Geräte ist die Typenschild-Angabe als Dauerwert zu hoch.
Am genauesten ist ein Strommessgerät für die Steckdose, das es günstig im Handel gibt und das manche Stadtwerke und Verbraucherzentralen auch verleihen. Lass das Gerät einen typischen Tag oder eine Woche daran laufen und lies die kWh ab. Diese Zahl kannst du direkt mit dem Strompreis multiplizieren.
Standby: kleine Leistung, lange Laufzeit
Ein Gerät, das 23 Stunden am Tag im Standby steht, verbraucht pro Watt Standby-Leistung rund 8,4 kWh im Jahr (1 W × 23 h × 365 ÷ 1.000). Bei mehreren Geräten (Fernseher, Receiver, Spielekonsole, Lautsprecher, Drucker) summiert sich das. Eine schaltbare Steckdosenleiste trennt sie vollständig vom Netz.
| Leistung | Laufzeit pro Tag | kWh pro Jahr | Kosten bei 0,35 €/kWh |
|---|---|---|---|
| 5 W | 24 h | 43,8 | 15,33 € |
| 60 W | 4 h | 87,6 | 30,66 € |
| 100 W | 8 h | 292,0 | 102,20 € |
| 150 W | 5 h | 273,8 | 95,81 € |
| 1.000 W | 1 h | 365,0 | 127,75 € |
| 2.000 W | 2 h | 1.460,0 | 511,00 € |
Welchen Strompreis soll ich nehmen?
Auf deiner Stromrechnung steht ein Arbeitspreis in Cent pro kWh und ein Grundpreis pro Monat oder Jahr. Für die Kosten eines einzelnen Geräts zählt nur der Arbeitspreis, denn den Grundpreis zahlst du unabhängig davon, wie viel du verbrauchst. Trag den Arbeitspreis brutto in Euro ein, also zum Beispiel 0,35 statt 35 Cent. Hast du einen Tarif mit unterschiedlichen Preisen je nach Tageszeit, nimm den Preis der Zeit, in der das Gerät läuft.
Lohnt sich ein neues, sparsameres Gerät?
Rechne beide Geräte mit dem Rechner durch und vergleiche die Jahreskosten. Die Differenz ist deine jährliche Ersparnis. Teilst du den Kaufpreis des neuen Geräts durch diese Ersparnis, weißt du, nach wie vielen Jahren sich der Tausch rechnet. Beim Elektroauto übernimmt das der Ladekostenrechner, der auch Ladeverluste berücksichtigt.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Stromkosten eines Geräts?
Watt mal Stunden geteilt durch 1.000 ergibt die kWh, kWh mal Strompreis die Kosten. 150 Watt für 5 Stunden sind 0,75 kWh, bei 0,35 € also 26 Cent.
Wie viel kostet 1 Watt Dauerbetrieb im Jahr?
1 Watt rund um die Uhr sind 8,76 kWh pro Jahr. Bei 0,35 € pro kWh sind das etwa 3,07 €.
Ist die Wattzahl auf dem Typenschild der echte Verbrauch?
Meist ist es die maximale Leistung. Viele Geräte brauchen im Betrieb weniger oder schalten sich im Takt an und aus. Ein Steckdosen-Messgerät zeigt den tatsächlichen Verbrauch.
Gehört der Grundpreis in die Rechnung?
Für ein einzelnes Gerät nicht, denn der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an. Verwende nur den Arbeitspreis pro kWh.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.
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