So berechnest du den Putzbedarf
Putzhersteller geben den Verbrauch fast immer in Kilogramm Trockenmörtel pro Quadratmeter und Millimeter Putzdicke an. Damit ist die Menge schnell ausgerechnet:
- Putz (kg) = Fläche × Putzdicke in mm × Verbrauch in kg/m²/mm × (1 + Reserve ÷ 100)
- Säcke = Putz in kg ÷ Sackgewicht, aufgerundet
- Reichweite eines Sacks (m²) = Sackgewicht ÷ (Putzdicke × Verbrauch)
Beispiel (Voreinstellung): 40 m² Wand sollen 10 mm dick mit Gips-Maschinenputz verputzt werden, der 0,8 kg pro m² und mm verbraucht. Das sind 40 × 10 × 0,8 = 320 kg. Bei Säcken zu 30 kg brauchst du 10,7, also 11 Säcke. Ein Sack reicht für 30 ÷ 8 = 3,75 m².
Woher kommen die Voreinstellungen?
Sie stammen aus der Produktinformation eines verbreiteten Gips-Maschinenputzes (Knauf MP 75 L, Stand 02.2024): Verbrauch ca. 0,8 kg/m² je mm Putzstärke, Reichweite 3,75 m² pro Sack bei 10 mm, mittlere Putzdicke 10 mm, Mindestputzdicke 8 mm, geliefert im 30-kg-Sack. Kalkzementputze, Lehmputze, Dünnlagenputze und Oberputze haben ganz andere Werte. Für Edelputze wird der Verbrauch oft direkt in kg pro m² für eine bestimmte Körnung angegeben; dann trägst du als Dicke 1 mm und als Verbrauch den Wert pro m² ein.
Wie dick wird verputzt?
Die richtige Putzdicke steht im Datenblatt des Produkts. Bei Innenputzen liegt die Mindestdicke meist im Bereich weniger Millimeter bis etwa einem Zentimeter, Unebenheiten im Mauerwerk erhöhen den Verbrauch aber schnell. Miss bei alten Wänden an mehreren Stellen mit einer Richtlatte, wie tief die Mulden sind, und rechne mit der durchschnittlichen Dicke. Wenige Millimeter mehr machen bei großen Flächen einige Säcke aus.
| Fläche | 8 mm | 10 mm | 15 mm | Säcke à 30 kg bei 10 mm |
|---|---|---|---|---|
| 10 m² | 64 kg | 80 kg | 120 kg | 3 |
| 20 m² | 128 kg | 160 kg | 240 kg | 6 |
| 40 m² | 256 kg | 320 kg | 480 kg | 11 |
| 60 m² | 384 kg | 480 kg | 720 kg | 16 |
| 100 m² | 640 kg | 800 kg | 1.200 kg | 27 |
Wandfläche richtig ermitteln
Die Wandfläche eines Raums ist Umfang mal Raumhöhe. Fenster und Türen ziehst du ab, Laibungen (die Seitenflächen in der Fensteröffnung) rechnest du dagegen dazu, denn sie werden mitverputzt. Wird die Decke ebenfalls verputzt, addierst du Länge mal Breite. Wie du eine Wandfläche mit Abzügen berechnest, zeigt der Wandfarbe-Rechner ausführlich.
Reserve und Lagerung
Die Voreinstellung rechnet ohne Reserve, weil der Herstellerverbrauch bereits ein Richtwert aus der Praxis ist. Bei Maschinenverarbeitung, sehr unebenen Wänden oder vielen Kanten kannst du eine Reserve eintragen. Angebrochene Säcke halten nur begrenzt; das Haltbarkeitsdatum steht auf dem Sack. Die Steine und den Mörtel für die Wand selbst berechnen der Ziegelrechner und der Mörtelrechner.
Häufige Fragen
Wie viel Putz brauche ich pro m²?
Putzdicke in mm mal Verbrauch pro m² und mm. Bei 10 mm und 0,8 kg/m²/mm sind es 8 kg pro m².
Wie viele Säcke Putz brauche ich für 40 m²?
Bei 10 mm Gips-Maschinenputz mit 0,8 kg/m²/mm sind es 320 kg, also 11 Säcke zu 30 kg.
Wie weit reicht ein Sack Putz?
Sackgewicht geteilt durch Putzdicke mal Verbrauch. Ein 30-kg-Sack mit 0,8 kg/m²/mm reicht bei 10 mm für 3,75 m².
Wo finde ich den Verbrauch meines Putzes?
Im technischen Datenblatt oder auf dem Sack, meist als kg pro m² und mm Putzdicke.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.