Steine pro m²: Format plus Fuge
Jeder Pflasterstein beansprucht seine eigene Fläche plus eine halbe Fuge auf jeder Seite. Deshalb rechnet man mit dem Achsmaß, also Steinmaß plus Fugenbreite:
- Steine pro m² = 1 ÷ ((Länge + Fuge) × (Breite + Fuge)), alles in Metern
- Steine gesamt = Fläche × Steine pro m² × (1 + Verschnitt ÷ 100), aufgerundet
- Bettung (m³) = Fläche × Bettungsdicke
Beispiel (Voreinstellung): Eine Terrasse mit 6 × 4 m hat 24 m². Rechteckpflaster 20 × 10 cm mit 4 mm Fuge ergibt ein Achsmaß von 20,4 × 10,4 cm, also 1 ÷ (0,204 × 0,104) = 47,13 Steine pro m². Mit 5 % Verschnitt brauchst du 24 × 47,13 × 1,05 = 1.187,8, aufgerundet 1.188 Steine. Für 4 cm Bettung kommen 24 × 0,04 = 0,96 m³ Splitt dazu.
Welche Fugenbreite ist richtig?
Betonpflaster wird nicht knirsch verlegt, also Stein an Stein, sondern mit Fuge. Ausschreibungstexte von Pflasterherstellern verlangen einen Fugenabstand nach DIN 18318 von 3 bis 5 mm. Die Fuge gleicht Maßtoleranzen aus, nimmt den Fugensand auf und verhindert, dass Kanten aneinander abplatzen. Die Voreinstellung 4 mm liegt in der Mitte dieses Bereichs. Viele Steine haben angeformte Abstandshalter, die die Fugenbreite automatisch vorgeben. Bei Naturstein, Klinker oder Platten können andere Fugen gelten; dort zählt die Angabe des Herstellers.
Bettung aus Splitt oder Brechsand
Dieselben Ausschreibungstexte nennen eine Bettung von 3 bis 5 cm im verdichteten Zustand, bevorzugt aus einem Splitt-Sand-Gemisch der Körnung 0/5 mm. Der Rechner gibt das Volumen der verdichteten Bettung aus. Weil loses Material beim Abrütteln zusammensackt, solltest du beim Bestellen etwas mehr einplanen. Wie viele Tonnen das sind, rechnet der Sand-und-Kies-Rechner mit der Schüttdichte deines Materials aus.
| Steinformat | Fuge | Achsmaß | Steine pro m² |
|---|---|---|---|
| 10 × 10 cm | 4 mm | 10,4 × 10,4 cm | 92,46 |
| 16 × 16 cm | 4 mm | 16,4 × 16,4 cm | 37,18 |
| 20 × 10 cm | 3 mm | 20,3 × 10,3 cm | 47,83 |
| 20 × 10 cm | 4 mm | 20,4 × 10,4 cm | 47,13 |
| 20 × 10 cm | 5 mm | 20,5 × 10,5 cm | 46,46 |
| 30 × 20 cm | 4 mm | 30,4 × 20,4 cm | 16,12 |
| 40 × 40 cm | 4 mm | 40,4 × 40,4 cm | 6,13 |
Verschnitt beim Pflastern
Verschnitt entsteht an den Rändern, an Rundungen, Schächten und Ecken, wo Steine gesägt oder geknackt werden müssen. Eine rechteckige Fläche mit geraden Rändern kommt mit wenig Verschnitt aus, geschwungene Wege oder viele Einbauten brauchen mehr. Bei Verbundpflaster und Mustern aus mehreren Formaten lohnt ein Blick in die Verlegeanleitung, wo oft auch die Stückzahl pro m² direkt angegeben ist. Hat der Hersteller eine Stückzahl pro m² angegeben, kannst du sie mit der Rechnung oben vergleichen.
Der Aufbau unter dem Pflaster
Unter der Bettung liegt eine Tragschicht aus Schotter oder Mineralgemisch, deren Dicke von der Belastung abhängt: Eine Terrasse braucht weniger als eine Einfahrt, über die Autos fahren. Den Aushub für den gesamten Aufbau berechnest du im Erdaushub-Rechner, das Gewicht der Tragschicht im Sand-und-Kies-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viele Pflastersteine sind ein Quadratmeter?
Das hängt von Format und Fuge ab. Bei 20 × 10 cm und 4 mm Fuge sind es 47,13 Steine pro m², ohne Fuge wären es genau 50.
Wie breit muss die Fuge bei Pflaster sein?
Für Betonpflaster nennen Herstellertexte einen Fugenabstand nach DIN 18318 von 3 bis 5 mm. Pflaster wird also nicht knirsch verlegt.
Wie dick ist die Bettung unter Pflaster?
In Ausschreibungstexten von Herstellern 3 bis 5 cm im verdichteten Zustand, meist aus Splitt-Sand-Gemisch 0/5 mm.
Wie viel Verschnitt rechne ich beim Pflastern?
Bei rechteckigen Flächen wenig, bei Rundungen, Schächten und vielen Ecken deutlich mehr. Der Wert ist eine Schätzung für deine Fläche.
Hinweis: Die Seite und das Ergebnis des Rechners dienen nur zur Information und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.